Allgemein

Beratung spart Energie und Geld

Ältere, noch nicht sanierte Wohngebäude sind fast ausschließlich nicht auf dem
aktuellen Stand der Technik zur Energieeinsparung. Bei den derzeit ständig und in
großen Schritten steigenden Kosten für fossile Brennstoffe werden die Auswirkungen
im Geldbeutel rasch sichtbar.


Eine qualifizierte Beratung vor Ort bietet die optimale Grundlage für eine Analyse
möglicher Einsparpotentiale.

     


Ablauf einer „Energieberatung vor Ort"

Bei der "Energieberatung vor Ort" handelt es sich um eine unabhängige Beratung...

d.h. der Energieberater darf nicht, aus eventuell aufgrund der Beratung folgenden

Sanierungsmaßnahmen profitieren.

Eine "Energieberatung vor Ort" besteht aus 3 Phasen und es

finden 2 Termine beim Verbraucher „vor Ort" statt.

 

1. Phase:

Erhebung des IST-Zustand

Beim 1. Termin wird zum einen der Ist-Zustand des Gebäudes vom Energieberater aufgenommen.

IST-Zustand Gebäudehülle           (Materialarten, Bauteilaufbau, Wärmebrücken...u.v.m)

IST-Zustand Heizungsanlage        

IST-Zustand Energieverbräuche   

Zum anderen werden mögliche Sanierungsmaßnahmen bereits im Überblick besprochen.
Das heißt zum einen Vorstellungen, welcher der Beratungsempfänger selbst schon hat und zum anderen die Vorschläge, welche der Energieberater aufführt. Ein möglicher

Finanzierungsrahmen wird "im Groben" abgesteckt.

 

2. Phase:

Erstellung eines Beratungsberichtes

Die beim ersten „vor Ort Termin“ erfassten Daten werden vom Energieberater verarbeitet und in so genannten Wärmebedarfsberechnungen ausgegeben. Die besprochenen Sanierungsvorschläge werden berechnet, hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Amortisationszeit und Fördermittel geprüft und in verschiedene Varianten eingearbeitet.

 

Aufgrund der stark unterschiedlichen Gewohnheiten  der Verbraucher hinsichtlich

Heizen/Lüften/Warmwasser, ist es sehr wichtig, den bisherigen Energieverbrauch der Kunden genau zu kennen, um so nahe wie möglich die Einsparpotentiale der einzelnen Sanierungsvarianten individuell berechnen zu können.

Beispiel:  

Familie A verbraucht durchschnittlich 2500 L Heizöl pro Jahr
Familie B im selben Haus nur 1800 L Heizöl pro Jahr (weil 2 Räume nicht beheizt werden...o.ä.)
             
Die Einsparung bei Wärmedämmmaßnahmen wird bei Familie A größer sein und
Investitionen werden sich schneller amortisieren

          

 

3.Phase:

Das Beratungsgespräch

Beim 2. „Vor Ort Termin“ wird dem Beratungsempfänger der Beratungsbericht ausgehändigt und
detailliert besprochen. Die einzelnen Energiesparmaßnahmen werden erörtert und Tipps gegeben,
wie man die Vorschläge am besten und kostengünstigsten umsetzten kann. Der Berater erläutert
mögliche Fördermittel und geht ausführlich auf Fragen oder noch bestehende Unklarheiten ein.  

 

ACHTUNG: Der Kunde ist nicht dazu verpflichtet Sanierungsvorschläge
des Energieberaters durchzuführen

   


Staatliche Förderung der Energieberatung

 

Die Beratung kann als freie oder als geförderte Energieberatung in Anspruch genommen werden.

 

Voraussetzungen für die Förderung:

 

      1.   Das Gebäude muss vor 01.01.1984 die Baugenehmigung erhalten haben.

      2.   Für das Objekt darf in den letzten 8 Jahren keine geförderte

           Energieberatung stattgefunden haben.

 

 

Höhe der Förderung

 

 

Die Vor-Ort Energiesparberatung ist keine Kurzberatung und nimmt durch die Förderung vom
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), den Arbeitsaufwand und eine Prüfung des
Beratungsberichtes hinsichtlich der Förderrichtlinien beim BAFA, mehrere Wochen in Anspruch.

Für Wohngebäude mit Baugenehmigung vor dem 1.1.1984 gibt es von der BAFA einen Beratungszuschuss von 175 € für Ein- und Zweifamilienhäuser und 250 € für Wohngebäude mit mehr als 3 Wohnungen. Der Beratungsempfänger zahlt an den Berater nur den verbleibenden Eigenanteil inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer.